Als Tenerist bin ich auch in Ländern unterwegs, in denen der Islam die Statsreligion ist.
Ich habe dort Gastfreundschaft und Tolleranz erfahren.
Ich habe lange gezögert, ob ich mich zu diesem Thema äußern soll.
Aber ich habe hier die Ansätze davon gefunden die das Problem so groß machen.
1) Natürlich kann nichts einen solchen Terror-Akt rechtfertigen.
2) Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut.
3) Wir müssen friedlichen Gläubigen (Juden, Christen, Moslems) Platz lassen, wenn wir die Radikalen nicht stärken wollen.
4) Wir Europäer müssen dringend genauer zwischen dem Islam und den Islamisten unterscheiden.
Für uns ist die Meinungsfreiheit zu Recht ein hohes Gut, das müssen wir auch den mosliemischen Gemeinden zugestehen.
Die überwältigende Mehrheit die Moslems hat ebenfalls kein Verständnis für soche Terrorakte, viele sind hierher geflüchtet, um sich vor genau solchen zu retten. Viele Moslieme leben hier, weil auch Ihnen die Meinungsfreiheit wichtig ist.
Eine bildliche Darstellung Gottes ist im Islam verboten (im Judentum übrigens auch). Die meisten Moslems sind daher nicht glücklich mit diesen Karikaturen, die oft benutzt werden, um die Islamisten zu provozieren. Aber die überwältigende Mehrheit der Moslime akzeptiert es.
Es gibt eine militante Minderheit im Islam, das sind Islamisten! Solche Minderheiten gibt es auch im Christentum und im Judentum, deshalb darf man weder alle Christen, alle Juden noch alle Moslems verurteilen. Wenn wir friedlich und kultiviert miteinander in der Welt leben wollen, sollten wir durchaus Rücksicht auf andere Religionen nehmen, so wie wir das auch von den anderen Erwarten. Wenn einige Islamisten ausreichen, um alle Moslems anzufeinden, erreichen die Islamisten genau was sie wollen. Wenn Strömungen wie Pegida pauschal verurteilen und der friedlichen Mehrheit der Moslems die Basis für ein friedliches Miteinander entzieht, müssen wir uns nicht wundern. Wollen Pegida, Nazis &Co Moslime vor die Wahl stellen, den Glauben aufzugeben oder bei Radikalen Unterstützung zu suchen? Genau so verhalten sich die Radikalen auf beiden Seiten.
Wir müssen schon allen Religionen Platz für ein Leben miteinander lassen, auch das ist Meinungsfreiheit.
In Europa sollten wir dem Islam helfen eine vorbildliche Form für ein friedliches Miteinander zu entwickeln. Sicher wird diese Form des Islam dann von der friedliebenden islamischen Mehrheit dankbar akzeptiert. Auch die meistens mosliemischen Menschen möchten ein Leben in Frieden, überall auf der Welt.
Die historischen Aspekte sprechen auch nicht für die Christen, auch die haben mit dem Schwert bekehrt (zb. die Sachsen und Skandinavier).
In Europa waren es Könige, die Ihre gottgegebene Macht nutzen. Diese Bekehrungen wurden von Mächtigen genutzt, um Ihre Machtherrschaft auszubauen. Zwar hat Gott Ihnen den Auftrag gegeben, aber das Land haben die selbst behalten. (So als Stichwort: Karl der Große, Harald Blauzahn, der deutsche Orden..).
Die osmanischen und andalusischen Herscher haben große Teile Europas erobert, aber sie haben das Christentum akzeptiert und nicht bekehrt.
(Hier ging es um Land und Macht, wenig um Religion.)
Solche Aussagen sind mir zu einfach und zu pauschal und dienen nur der Radikalisierung:
Klaubieh hat geschrieben:Solange aber eine Moschee sich ihre Imame von was weiss ich wo holen kann, z.B. aus dem Jemen oder Saudi Arabien holen wir uns den "Kampf der Kulturen" permament von neuem ins Haus. Mit diesen Menschen fängt die Radikalisierung an. Sie haben keine Ahnung von der Lebenswirklichkeit in Europa/Deutschland und auch keinerlei Interesse daran sie zu erfahren..