ABE - wen interessiert das wirklich?

Benutzeravatar
Pan
Beiträge: 260
Registriert: Di 27. Aug 2013, 07:06
Erstzulassung: 2018
Km-Stand: 16666
Modell: DP07
Wohnort: Rosenheim
Kontaktdaten:

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Pan »

Also bei meinem ersten TÜV Termin wollte der Prüfer keinerlei ABE oder Reifenfreigaben sehen. Ich hab Ihm erzählt was ich alles gemacht habe, er hat das Moped gefahren, Abgasmessung gemacht und gesagt es ist ein sehr gepflegtes Fahrzeug, was soll da fehlen. Normale Kontrolle Licht usw. Profil Reifen war auch uninteressant, weder profil noch Freigabezettel wollte der sehen. War richtig enttäuscht weil ich alles mithatte, sogar einen Verbandkasten und eine Warnweste ( OVP ) :lol: :lol: :klatsch:
MfG Pan

Zur Unterscheidung zwischen Gutem und Schlechtem bedarf der Verständige keines andern Menschen.
"Sokrates"

Benutzeravatar
Sebi
Beiträge: 311
Registriert: So 21. Jan 2018, 17:05
Erstzulassung: 2012
Km-Stand: 72235
Modell: DP01
Wohnort: 42781 Haan/ Rheinland

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Sebi »

Ich finde es sollte nicht der Eindruck entstehen die Prüforganisationen handhaben das so locker.
Kommt der Verdacht auf, eine Prüfstelle oder Werkstatt wo Prüfungen durchgeführt werden geht mit manchen Dinge zu locker um, dann stehen die auf der Strasse und winken einen direkt wieder zur Prüfung rein.
Dann wird die gerade durchgeführte Prüfung überprüft.
Wehe da ist dann was nicht in Ordnung.
Einem Arbeitskollegen wurde bei eine Routinekontrolle sein Fahrzeug stillgelegt, die Eintragungen von Felgen und Fahrwerk am PKW wurden von einem Prüfer durchgeführt der gerne schon mal zu viele Augen zugedrückt hatte.
Seine "Zulassungsnummer" auf den Eintragungspapieren war der Polizei dann irgendwann bekannt und es musste erneut geprüft werden.

Da eine XT nicht zur Zielgruppe der total Umbauer gehört kann der Prüfer schon mal davon ausgehen, hier müsste alles mit rechten Dingen zugehen.
Finden sich dann noch KBA Nr. am AKRA, an den V-Trec Hebeln und der anderen Scheibe oder dem Spoiler auf der Scheibe ( bei mir Hersteller Wunderlich ), kann der Prüfer nach kurzer "Inspektion" der Teile davon ausgehen, hier ist alles in Ordnung.

Grüsse basti
PK 50 XL - PK 125 XL- GSX-F 750 - Velo Solex - XT 500 - lange nichts .......... - XT 1200 Z

Benutzeravatar
Helmut
Beiträge: 5087
Registriert: Fr 31. Aug 2012, 20:12
Wohnort: Grevenbroich

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Helmut »

Kurz und knapp, eine ABE braucht man nur wenn ein Vollhonk prüft.
Hab in den Jahren noch nie eine gebraucht, weder beim Moped noch beim Auto.
Meine Moppeds: Alles Hondas CB 500f>CB400N>CB750f>CB900f>VFR 750f>
Yamaha FZS1000>XT1200(DP01)>MT 09 Tracer>XT1200ZE(DP04)>Tracer 900 GT

Gruß Helmut

Benutzeravatar
varabike
Beiträge: 939
Registriert: So 11. Sep 2011, 10:25
Erstzulassung: 2015
Km-Stand: 50400
Modell: DP04
Wohnort: Brandenburg

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von varabike »

Ich glaube die Kontrolle oder nicht Kontrolle der ABE ´s hängt von vielen teils subjektiven Faktoren ab.

Der unauffällig fahrende grauhaarige XT Fahrer wird wahrscheinlich seltener nach evtl. ABE gefragt als der u30 jährige auf einem Supersportler.

Auch ist das Auftreten des Fahrers nicht unerheblich. Freundlich und ggfs. einsichtig ist bei einer Kontrolle oft hilfreicher als z.B. von Abzocke oder Wegelagerei zu sprechen ;)

Wenn man jedoch an einen Vollhonk oder in eine Prüfer Ausbildungsveranstaltung gerät, dann kann auch der freundliche, grauhaarige, einsichtige XT Fahrer Pech haben. :lol:
Beste Grüße

Volker


Prima 5S, RD80LC2, XL250R, TDM850, R1100RS, 2 x XL1000V, XT1200Z (DP01), XT1200ZE (DP04)

Benutzeravatar
Pan
Beiträge: 260
Registriert: Di 27. Aug 2013, 07:06
Erstzulassung: 2018
Km-Stand: 16666
Modell: DP07
Wohnort: Rosenheim
Kontaktdaten:

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Pan »

Nicht das der falsche Eindruck entsteht, es war der erste TÜV fällig. Sprich meine habe ich jetzt 2jahre, was soll denn da fehlen?

Wenn da was ist, stelle ich die dicke zum Händler und klopfe aufs Garantie Buch.

Die kennen mich aber bei der Station und der Prüfer kennt alle Fahrzeuge und Anhänger von mir.
MfG Pan

Zur Unterscheidung zwischen Gutem und Schlechtem bedarf der Verständige keines andern Menschen.
"Sokrates"

Benutzeravatar
Sebi
Beiträge: 311
Registriert: So 21. Jan 2018, 17:05
Erstzulassung: 2012
Km-Stand: 72235
Modell: DP01
Wohnort: 42781 Haan/ Rheinland

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Sebi »

Danke Heinz,

der DEKRA Prüfer scheint hier mit zu lesen.
Dieses mal wurde alles gesichtet, jede ABE.
Die ABE für den V-Trec Bremshebel, da wurde alles genau gecheckt.
Wegen der Brigstone AX41 mit max 160km/h hat keiner was gesagt :)

Plakette wurde erteilt....wie zu erwarten ohne Mängel :sonne: nur die hinteren Bremsbeläge, die sollte ich nicht vergessen zu wechseln.
Die sind fast fertig :roll:

Grüsse basti
PK 50 XL - PK 125 XL- GSX-F 750 - Velo Solex - XT 500 - lange nichts .......... - XT 1200 Z

Benutzeravatar
Varaderotreiber
Beiträge: 310
Registriert: Do 23. Mär 2017, 23:22
Erstzulassung: 2018
Km-Stand: 26000
Modell: DP07
Wohnort: Neubrandenburg
Kontaktdaten:

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Varaderotreiber »

Fehlt eine ABE oder ist Sonstiges an einem Fahrzeug nicht in Ordnung, führt das ganz schnell zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.
Und dann ist die Frage was passiert, wenn was passiert.
Angenommen, ich fahre einem Motorrad, an einer roten Ampel, hinten drauf, weil ich gepennt habe. Dann habe ich theoretisch zu 100 Prozent Schuld.

Ich sehe aber, dass mein Unfallgegner Veränderungen an seinem Motorrad vorgenommen hat. Ich bestehe also darauf, dass sein Motorrad von einem KFZ Sachverständigen geprüft wird. Dabei stellt sich heraus, es fehlt z.Bsp. eine ABE für eine Lenkererhöhung, was zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führt.
Heißt: Mein Unfallgegner hätte garnicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Er hätte überhaupt nicht da sein dürfen, wo er war.
Das führt unweigerlich dazu, dass der Motorradfahrer, dem ich ich hinten drauf gefahren bin, mindestes eine Teilschuld trägt und ich nicht zu 100 Prozent auf dem Unfallschaden sitzen bleibe. ;)

Mal drüber Nachdenken.
Bisherige Mopeds: MZ ETZ 150, Yamaha XJ 550, Yamaha XJR 1300, Honda Varadero SD01
https://wunderwerk-bike.jimdo.com
Iss was gar ist, trink was klar ist, sprich was wahr ist.

Nordmann
Beiträge: 625
Registriert: Do 28. Dez 2017, 14:27
Erstzulassung: 2013
Km-Stand: 56000
Modell: DP01
Wohnort: 26419 Schortens

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Nordmann »

Varaderotreiber hat geschrieben:
Mi 5. Aug 2020, 23:09


Mal drüber Nachdenken.
Nicht in der Weltgeschichte rumschauen und rechtzeitig bremsen .... ;) .... Gelle....
Wer viel fragt...kriegt viel Antwort
MB80 - MTX200R - MAICO MC 250 - FZR1000EXUP - XT600 - XTZ660 - XTZ1200 + XTZ 750

Benutzeravatar
Tequila
Beiträge: 3314
Registriert: Mi 7. Sep 2011, 09:13
Erstzulassung: 2011
Modell: DP01
Wohnort: 51491 Overath Immekeppel

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von Tequila »

Varaderotreiber hat geschrieben:
Mi 5. Aug 2020, 23:09

Das führt unweigerlich dazu, dass der Motorradfahrer, dem ich ich hinten drauf gefahren bin, mindestes eine Teilschuld trägt und ich nicht zu 100 Prozent auf dem Unfallschaden sitzen bleibe. ;)
Ich glaube, das stimmt so nicht ganz (?) Ich habe vor langer Zeit mal im Zusammenhang mit Entdrosselung mit meinem Versicherungsmann darüber diskutiert und er meinte, die Mitschuld bekommt man dann, wenn das nicht zugelassene Teil "ursächlich" für den Schaden war. Also im Fall "Auffahrunfall" zb. ein nicht zugelassenes Rücklicht, dass der Auffahrende erst später wahrgenommen hat. Wenn man selber einen Unfall verursacht, dann muss die Versicherung trotzdem zahlen. Sie kann dich dann in Regress nehmen aber auch dafür gibt es Grenzen.
Viele Grüße
Heinz

* hoffentlich werd` ich nie erwachsen *

Benutzeravatar
meine dicke
Beiträge: 934
Registriert: Sa 22. Okt 2016, 20:34
Erstzulassung: 2015
Km-Stand: 100000
Modell: DP04
Wohnort: Ldk. Karlsruhe

Re: ABE - wen interessiert das wirklich?

Beitrag von meine dicke »

Unfallursächlich Rischtisch.
Nichtdestotrotz wird aber wegen einer nicht genehmigten Änderung ein Bußgeld/Strafe verhängt werden.
Versicherung kann/wird bei Obliegenheitsmissachtungen bis 5000 € in Regress nehmen ( meine Infos aus aktiver Zeit).

Grüsse ausm Badischen
Rainer alias meine dicke
VDT 2010,11,12,13,14,15,16,17,18,19,[20],21(gebucht)
VIM 2014,15,16,17,18,19,[20],21(gebucht)
HiFaKo 2019 Tagesgast
Ab 2010: CBF600 (10.000km) Varadero (100.000km) ST (seit 11/16 >= 71.000km)

Antworten

Zurück zu „Plauderecke“