Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

resi
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von resi »

Ich als kompletter Yamaha Neuling habe mich also nun auch an das Service gewagt.
Ölwechsel und Ölfilterwechsel vollkommen unproblematisch.
Kerzenwechsel und Luftfilterwechsel nach der Beschreibung von Irrlander.

Problem war bei mir nur die rechte 10mm Mutter, hatte keine so kurze Verlängerung, so dauerte das Ganze halt eine Weile bis sie draussen war. Die Löcher waren alle blitz blank sauber, der Luftfilter war leicht verschmutz, habe dennoch gewechselt. Die Kerzen sahen folgendermassen aus nach 23500 km.
seite.jpg
von oben.jpg
Sehen etwas trocken aus, bin mir da ganz anderes Kerzenbild gewohnt nach 10000 km an meiner Harley.

Dann der Zusammenbau, Tank montiert und auf der Werkbank liegt der Stopfen :shock: also Tank wieder weg und Stopfen einstecken.
Danach ALLES fertig zusammen bauen, Zündschlüssel drehen und Fehlercode 22 :?
Also ab an den PC Yamaha Forum und siehe da
viewtopic.php?f=20&t=10890&p=139677&hil ... de#p139677
Also Seiten wieder ab, Tank ab und den Stecker rein. :daumen:
Alles wieder zusammen bauen.
Also den Tankabbau habe ich nun sicher im Griff. :lol: :lol:

Jetzt geht es dann auf eine Probefahrt, das Wetter passt.

Es soll einfach keiner fragen wie lange ich gebraucht habe :oops:
Grüsse Hans-Jürg

"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl)
Monstrumologe
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von Monstrumologe »

Ich möchte da mal noch meine Erfahrungswerte hinzufügen, vom heutigen Zündkerzenwechsel:

- Die Kerzenschächte aussaugen funktioniert wunderbar, in meinem Fall habe ich den Industriestaubsauger genommen, Fugendüse (dieses lange schmale Aufsatzteil) drauf, dann da den Gartenschlauch rein. So geht das auch, wenn man keinen Autosauger da hat.

- Wenn man keine Kerzennuss hat (wie ich), tuts natürlich auch eine normale Nuss; die Kerzen lassen sich wunderbar mit dem Staubsauger rausholen.

- zur Zündkerze ganz rechts: Die Halteschraube des Steckers lässt sich gut lösen, wenn man nicht von oben, sondern von vorn an der Motorhalterung vorbei mit einem Ringmaulschlüssel drangeht. Dann gibt es auch kein Platzproblem. Von dort lässt sich auch die Kerze gut lösen: Ratsche, "mittellange" Nuss (in meinem Steckschlüsselkasten gibt es lange, mittlere und normale Aufsätze, die mittleren sind gut 2cm kürzer als die langen) und dazwischen noch ein Gelenk. Nur so als Idee.

Zum Dreck:

Ich hatte tatsächlich an allen vier Steckern leichte Korrosion. Die Kerzen waren bis auf die ganz links nicht betroffen. Ich nehme mal an, da läuft es bevorzugt rein, wenn die Maschine auf dem Seitenständer steht. Aussetzer o.ä. hatte ich aber nie, jedenfalls nicht bewusst.
Sic parvis magna.
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Scholle
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von Scholle »

@Irrlander, zunächst vielen Dank für die Erstellung deines Threads, gerade mit den Fotos war das für mich sehr hilfreich.

Mangels dem Erhalt eines Werkstatttermins, meine Werkstatt war mindestens für 8 Wochen ausgebucht, es ging nur noch zwischenrein ein Räder-und Bremsscheibenwechsel mit Belägen vorne, habe ich mich Anfang Juni selbst um den Wechsel der Zündkerzen gekümmert.
Hauptanlass war aber die Flutung der beiden Zündspulen des linken Zylinders (von der Sitzbank aus gesehen) nach einem ordentlichen Gewitterschutt. Nach über 90000 km hatte bislang noch nie Probleme damit. Die Drecksloch-Problematik und die Zündaussetzer bzw. die Fahrt auf einem Zylinder wurden hier schon beschrieben. Die beiden Zündspulen des linken Zylinders haben schon sehr korridiert ausgesehen. In den beiden Schächten war es ziemlich feucht. Erst mit Druckluft rausgeblasen und dann noch ausgesaugt, bevor die Kerzen rausgeschraubt und erneuert wurden. Die beiden Zündsulenschächte des rechten Zylinders waren trocken, auch sahen die Spulen gut aus. Habe mir jetzt auch dank eines Tips aus dem Forum mit Schablone :daumen: eine Metallplatte vor den Motorblock geschraubt, so, dass von vorne aufgewirbeltes Wasser nicht mehr an die Gummidichtungen der Zündspulen kommt. Thermische Probleme hatte ich zwar befürchtet, sind aber nicht eingetreten. Die Temperatur behalte ich aber immer ohnehin im Auge.

Dank der guten Beschreibung hat das alles wunderbar funktioniert. Man muss sich nur trauen und wächst an der Aufgabe. Das einzige Manko war die Befestigung des "Motorölnebels"-Entlüftungsschlauchs des Luftfilters. Der sitzt ja unten mittig. Die originale Schlauchschelle habe ich auf Anraten entfernt und durch eine Schelle mit Schlitzschraube ersetzt. Da kommt man aber sowas von schlecht dran, mein Fluchen ist nicht druckreif. Wenn der Gummischlauch 5 cm länger wäre, wäre es definitiv leichter. Da kommt man m. E. nur mit Kinderhänden dran. Mit was für einer Zange / Werkzeug bekommt man eigentlich die originale Schraubschelle wieder drauf?

Zündkerzen, Luftfilter wie auch Motoröl wechsle ich ab sofort immer selbst, da weiß ich auch, dass es gemacht ist.

Gruß Scholle
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von Nordmann »

Scholle hat geschrieben: Mo 31. Jul 2023, 17:26 . Mit was für einer Zange / Werkzeug bekommt man eigentlich die originale Schraubschelle wieder drauf?

.

Gruß Scholle
Moin Scholle
.. mit ner Würstchen / Grill - Zange ;-)
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Scholle
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von Scholle »

Moin Nordmann, äh Grillmeister ;)

stimmt, du hast sowas von Recht. Die Zangenbacken (heißen die so?) sind ausreichend breit und die Griffe sind sehr lang. Das müsste passen. Danke für den Tipp.

Gruß in den hohen Norden, Scholle
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von andyXt1200ZE »

hallo Biker,

heute ebenfalls die Zündkerzen und den Luftfilter bei 21000 km gewechselt.Erste Erkenntnis das die Werkstatt nie und nimmer bei 10000 die Kerzen kontrolliert hat,einfach Haken ran und fertig wars. :(
Die rechte 10er Schraube von vorne! mit einem Ratschenschlüssel lösen,null Problem.
Alle 4 Zündspulen waren top sauber,habe aber die Verlängerung vom Schutzblech montiert.
Neue Kerzen sind Iridium von Denso,ich will die nächsten 30000 km da nicht mehr ran.
Nun zur besagten Luftfilterschelle,sofort abbauen und eintüten.
Eine entsprechende Schlauchschelle suchen und mithilfe eines langen Steckschlüssels montieren.
Erst den unteren Luftfilterkasten mit der Schelle verbinden und dann erst auf die Ansaugung setzen.
Im übrigen lag der Gummistöpsel bei mir auch noch auf der Werkbank. :roll:
Der Tank braucht nicht abgebaut werden,nur die 2 Imbusschrauben entfernen und dann den Tank hochklappen.Bei mir war dieser noch halb voll.also kein Problem.
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von andyXt1200ZE »

hier noch ein Bild der Verlängerung,bitte mit Klebeband die Nuss sichern,fällt gerne mal runter.
Dateianhänge
20230801_095902[1].jpg
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Re: Zündkerzenwechsel selbstgemacht.

Beitrag von Uzet »

Guten Morgen zusammen,
habe gestern den jährlichen Öl- und Filterwechsel gemacht, inkl. Kardanöl.
Zum ersten Mal habe ich mir dabei den Lufi und die Zündkerzen vorgenommen.
Dank Irrländers Anleitung relativ Problemlos. Da ich zwar eine passende magnetische
Kerzennuss habe, war es für mich jedoch einfacher den Kerzenschlüssel aus dem Bordwerkzeug zu nehmen.
Ist passend und kann oben mit passendem Mauschlüssel gedreht werden.
Hier ein paar Bilder der Kerzen nach rd. 20 TKm.
Zündkerzen XT 1200.jpg
die zweite von rechts ist die zweite von links im Motor. Das war die einzige die starke Verrostungen aufweist.
Der Schmodder auf dem Gewinde scheint eine Paste zu sein, welche die Werkstatt beim letzten Wechsel aufgetragen hat.
Ich finde das Verbrennungsbild etwas zu grau. Oder ist das normal?
Yamaha TDM 850; Suzuki V-Strom 1000; Honda CBF 1000; Yamaha XT 1200 Z DP01;............?
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