Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Selbstgemachte Reparaturen und Umbauten
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rainer gustav
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Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von rainer gustav » So 30. Nov 2014, 17:28

Hallo,
anbei eine bebilderte Anleitung über die Einstellung der Ventile (alle 40.000km).

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Das Miststück ordentlich sauber machen, damit kein Schmutz in den geöffneten Motor fällt.
Bei der Demontage viele Fotos machen und die Schrauben die ihr entfernt sofort wieder dort einschrauben.
Einspritzanlage demontieren.
Zündkerzenstecker demontieren; Zündkerzen können bis zu diesem Punkt noch montiert bleiben.
Kabelbaum vom Mittesteg trennen (ist mit Isoband fixiert) und nach oben biegen.
Entlüftungsschlauch vom Zylinderkopfdeckel demontieren.

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Vordere Motorhalterungsplatte demontieren (keine Angst, der Motor hängt noch an diversen anderen Punkten im Rahmen). Somit kommt man besser von vorne an die Tassenstößel.

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Die Schrauben des Ventildeckels abschrauben.
Eine etwas kniffelige Angelegenheit ist die Demontage des Deckels. Ich habe den Deckel abgehoben und die Dichtung nach unten fallen lassen (ist leicht im Deckel eingeklebt), damit diese nicht durch die Frickelei beschädigt wird. Dann habe ich den Deckel 90° gegen den Uhrzeigersinn drehend nach hinten herausgedreht. Um den Deckel über die Zahnräder zu bekommen, muss der rechte Kabelbaum über dem Ventildeckel stark nach oben gedrückt werden.
Die Dichtung der Zündkerzenlöcher müssen ebenfalls vom Deckel entfernt werden (ebenfalls im Deckel eingeklebt).

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So sieht es unter dem Deckel aus. Vorne (in Fahrtrichtung) ist die Auslassnockenwelle und hinten die Einlassnockenwelle.

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Den seitlichen kleinen schwarzen Deckel am Kupplungsgehäuse entfernen, damit man mit einer Nuss den Motor im Uhrzeigersinn drehen kann. Ich habe den Deckel für die Montage des neuen Kettenspanners nachher komplett entfernen müssen (zum Entspannen des neuen Kettenspanners muss auf die Führungsschiene gedrückt werden).

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Jeweils eine Zündkerze für Zylinder 1 und2 entfernen, so kann man mit einen Inbusschlüssel oder Schraubendreher den oberen Totpunkt für die Ventilspielmessung einstellen. Yamaha sagt, man solle sich nach den Markierungen auf den Nockenwellenzahnräder richten. Leider habe ich keine Röntgenaugen und kann nicht durch das Elektrikpanel schauen. :cry:
Mit einer Nuss dreht man den Motor soweit, dass der Inbusschlüssel die höchste Position erreicht. Aber Vorsicht: Es gibt zwei Hochpunkte (Verdichtung und Ausstoß). Die höchste Position für die Messung ist erreicht, wenn die beiden Nockenpaare eines Zylinders (Einlass und Auslass) zur Aussenkante der Abdichtkante ausgerichtet sind. Es darf also nicht vorkommen, dass bei der Messung des Zylinders 1 oder 2 ein Nockenpaar auf die Tassenstössel drückt.

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Ab besten man fängt mit der Messung des Zylinders 1 (links in Fahrtrichtung an). Nach Einstellung auf den oberen Totpunkt wird mit einer Fühlerlehre der Abstand zwischen Nockenwelle und Tassenstößel gemessen.
Ventilspiel (Ein): KALT 0,10-0,16 mm (Mittelwert 0,13mm)
Ventilspiel (Aus): KALT 0,22-0,28 mm (Mittelwert 0,25mm)
Wenn der Wert für Einlass zwischen 0,13-0,16mm und der Auslass zwischen 0,25-0,28mm beträgt, kann man eigentlich alles wieder zusammenbauen.
Liegen die Werte aber schon unter den Mittelwerten, so sollten kleinere Shims eingebaut werden. Dazu müssen die Nockenwellen und Tassenstößel ausgebaut werden.

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Damit die Nockenwellen ausgebaut werden können, muss die Spannung auf die Steuerkette reduziert werden. Falls man die Nockenwellen unter Spannung ausbaut, schnellen diese aufgrund der Spannung auf einer Seite nach oben und rutschen aus den Führungen. Die Montage ist ebenfalls recht schwierig.
Wichtig ist nun die Markierung der Positionen der beiden Nockenwellen und der Kurbelwelle untereinander. Ich habe die Steuerkette zuerst mit Kabelbinder an den Zahnrädern fixiert. Trotzdem machte die Steuerkette bei dem Release des Steuerkettenspanners einen Sprung, wie es schon oft in diversen Foren beschrieben wurde. Also werde ich die Position der Nockenwellen und Kurbelwelle bei der Montage neu überprüfen müssen. Deswegen habe ich die Kabelbinder wieder entfernt.

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Der Steuerkettenspanner kann durch Entfernen der beiden Schrauben herausgezogen werden. Die Steuerkette ist dann komplett entspannt. Da die Steuerkette in der letzten Zeit gerasselt hat, werde ich den Steuerkettenspanner komplett erneuern.

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Da meine Einlas und Auslasswerte nicht stimmten, müssen beide Nockenwellen raus. Die Schrauben sollten von innen nach außen gelöst werden. Wenn beide Nockenwellen demontiert werden müssen, merkt euch wo welche montiert waren.
Die Halteböcke können durch leichtes Kippen entfernt werden (bitte keine Gewalt).
Sorgt für einen sicheren Lagerplatz, damit die Oberflächen nicht beschädigt werden.

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In diesem Bild ist die vordere Nockenwelle schon ausgebaut. Der obere Halter für die Auslassnockenwelle besteht aus einem Stück. Bei der Einlassnockenwelle sind es drei Halter, die in der gleichen Position wieder eingebaut werden müssen: Links: F4; Mitte: F3; Rechts: Halter mit Nase zur Mitte.

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Auslassnockenwelle mit entferntem Haltern.
Kleiner Hinweis für nächste Bild: Die Steuerkette sollte irgendwo oben fixiert werden, sonst ist sie nach dem Ausbau der letzten Nockenwelle im Motor verschwunden.

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Fixierung der Steuerkette mit einem Kabelbinder.

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Blick auf die Oberseite des Tassenstößels (auf dem die Nocke drückt) mit dem darunter liegenden (nicht sichtbaren) Shim. Um an die Shims zu gelangen, müssen die Tassenstößel ausgebaut werden.

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Mit einem Magneten kann man die Tassenstößel vorsichtig herausziehen. Falls sich der Tassenstößel nicht so einfach herausziehen lassen will, muss dieser unter drehenden Bewegungen bei gleichzeitigem Ziehen des Magneten nach oben gezogen werden (keine Gewalt oder Zangeneinsatz !)
Vorsicht bei Ziehen des Tassenstößels, dass das darunter liegende Shim (klebt nur mittels Öl fest) nicht herausfällt.

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Hier sieht man das festklebende Shim in der Mitte des Tassenstößels. Legt die Tassenstößel bitte in der montierten Position auf einem Tuck ab, damit das richtige Ventil gemessen wird und das Tassenstößel wieder an der gleichen Position montiert wird.

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Fummelt nun das Shim (9,48mm Durchmesser) aus dem Tasstenstößel und schaut auf die Bezeichnung. Die Zahl auf dem Shim zeigt die Dicke an: (200=2,00mm)
Die Schrift auf den Shims sollte immer zum Tassenstößel zeigen, damit sich diese bei der Rotation (das machen die Tassenstößel im Betrieb) nicht abschleift.
Notiert die Bezeichnung der Shims, so dass ihr immer einen Rüchluss auf die Montageposition habt.

Weitere Infos zur Shimberechnung und Montage folgen in Kürze.

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Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von rainer gustav » So 30. Nov 2014, 17:47

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Die Auslassventile waren an der unteren Toleranzgrenze (0,22mm). Das linke Ventil bei Zylinder 2 (0,15mm) war schon etwas darunter.
Die Einlassventile waren alle an der unteren min. Grenze (0,1mm).

Bei der Berechnung der neuen Shims bin ich an die max. Grenze gegangen (0,16mm Einlass; 0,28mm Auslass), damit ich lange Ruhe habe.

Normalerweise gibt es Shims (9,48mm Durchmesser werden benötigt) nur in 0,05mm Schritten, habe jedoch einen Händler mit Zwischengrößen (0,025mm) gefunden. So konnte ich die Maße optimal auf das max. Spiel einstellen.

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Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von Norton » So 30. Nov 2014, 19:31

Vielen Dank für die anschauliche Anleitung. Noch sind es bei mir bis dahin ca 20 000 km d. h. bis zum
nächsten Winter. Spart viel Geld, das aber nicht ganz leicht verdient ist :( . Jedenfalls weiß man dann,
daß es ordentlich gemacht wurde.
L G
Gruß Michael
Victoria Bergmeister.....XT1200 DP01

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Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von hilzwip » Mo 1. Dez 2014, 04:21

Phu! Danke für die anschauliche Beschreibung! Ich bin zwar auch dafür so viel wie möglich selbst zu machen, aber ob ich mir da drüber trauen würde...? :roll:

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Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von Techno-Alf » Mo 1. Dez 2014, 05:52

Sage nur...
Alle Achtung!, Hut ab!

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Dass ist leistung , nicht was meiner frau mach in die küche...
Ups , habe ich dass gesagt ???
Der Spanier in der Truppe...
XT1200Z DP01
Meine Moppeds: Yamaha XS400, Ducati 900 SS,Honda CB550SS, Honda XL500,Honda VF750C, Kawa 1500 V, Suzuki DR 800, Honda Goldwing 1500, Honda Goldwing 1800,etc

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Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von Tequila » Mo 1. Dez 2014, 08:21

Eine super Beschreibung - DANKE :winken:
Viele Grüße
Heinz

* hoffentlich werd` ich nie erwachsen *

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Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von Irrlander » Mo 1. Dez 2014, 10:41

Danke Rainer,
vielleicht traue ich mich nach der nächsten Saison doch selbst an die Ventiele, dank der super Anleitung.

Auf jeden Fall kann ich jetzt besser beurteilen, wieviel Arbeit das bei der XT ist.
(Bei meinen Guzzis mache ich die Ventile in 30 Minuten, aber dafür alle 5000km. 40000km = 8*30Min immerhin auch 4 Std.)
unterwegs ..,um fremde Welten zu entdecken...und neue Zivilisationen
____________________________________________________________
V50,XTZ660,1000SP,Z750LTD,XT1200Z,RAPTOR650

Tgessner

Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von Tgessner » Di 2. Dez 2014, 09:19

Ja, super beschrieben und klasse bebildert - vielen Dank!

Liest man sich die entsprechenden Erfahrungsberichte in unserem US-Nachbarforum durch, so muss man aber zu dem Schluss kommen, dass die Ventilkontrolle nicht für die Uneingeweihten ist. Offensichtlich hat zumindest ein Kollege seinen Zylinderkopf beim Zusammenbau beschädigt, ein anderer hat Ventil-Salat produziert, weil er beim Einbau nicht bemerkt hatte, dass der Steuerkettenspanner nicht richtig auf der Steuerkette lag.

Mit etwas Erfahrung, Geduld, etwas mechanischem Verständnis und vernünftiger Hobby-Werkstatt sollte das machbar sein. Wer es zum ersten Mal versucht, sollte aber zwei Tagen einplanen: Einen zum Ausbau und den nächsten, frisch und ausgeruht, zum Messen, Rechnen und Zusammenbauen.

Nicht böse sein: Aber wenn ich mir hier einige Beiträge ansehe (Tenor: "mein Getriebe ist kaputt - oh, nein, doch nicht, habe nur das Schaltgestänge noch nie gefettet"), meine ich, dass die Mehrheit von uns das Ventile einstellen besser in der Fachwerkstatt erledigen lassen sollte. Für die "Besserschrauber" ist diese Wartungarbeit aber der Ritterschlag unter den Service-Arbeiten ;)

Alles wie immer nur meine unbescheidene Meinung ohne Anspruch auf universelle Gültigkeit.

Gruss, Thomas

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1200Z
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Re: Jetzt mache ich es mir selbst: Ventile einstellen

Beitrag von 1200Z » Di 2. Dez 2014, 10:43

Tgessner hat geschrieben: Nicht böse sein: Aber wenn ich mir hier einige Beiträge ansehe (Tenor: "mein Getriebe ist kaputt - oh, nein, doch nicht, habe nur das Schaltgestänge noch nie gefettet"), meine ich, dass die Mehrheit von uns das Ventile einstellen besser in der Fachwerkstatt erledigen lassen sollte.
Selbst bei einfachen Wartungsarbeiten kann man ordentlich Fehler machen, wenn man unerfahren ist:

Letztens habe ich die Speichenkontrolle auf 6mn gemacht. Was mir nicht auffiel, war, dass sich der Drehmomentschlüssel in meiner Hand verstellt hatte, weil ich die Konterschraube nicht ausreichend angezogen hatte. Es fiel mir erst auf, als ich die erste Schraube zu Mus gedreht hatte und der Drehmomentschlüssel bei stolzen 15mn stand. Kein Drama dachte ich, muss man halt die kaputtgedrehte Schraube ersetzen. Leider musste ich aber feststellen, dass die Schrauben nicht einzeln, sondern nur zusammen mit den Speichen als komplettes Set vertrieben werden. Also war Herumtelefonieren angesagt. Hat ungefähr 'ne Stunde gedauert, bis ich einen Schrauber gefunden hatte, der mir eine Schraube aus einem Set abgetreten hat. Wäre mir das nicht gelungen, dann hätte ich wegen dieses Malheurs mal eben ein komplettes Speichenset kaufen dürfen. Einmal nicht genau hingeguckt, schon hat man den Salat. Nicht vorstellbar, sowas macht man beim Zylinderkopf oder anderen existenziellen Teilen den Motors. Dann wird's teuer.

Nach der obigen gut bebilderten Beschreibung scheidet für mich die Ventilspielkontrolle oder -einstellung als Wartungsarbeit aus. Das soll der Freundliche erledigen. Der will auch leben.
XT 1200 Z (03/2013 bis 05/2015: 36700 KM)
XT 1200 ZE (ab 06/2015 bis jetzt: 48000 KM)

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Arbeiten am Motor

Beitrag von Yeti » Di 2. Dez 2014, 17:37

Respekt vor rainer gustavs auführlicher Beschreibung. Ich gestatte mir dazu noch einen Hinweis, zu dem mich die Bemerkung "Bei der Berechnung der neuen Shims bin ich an die max. Grenze gegangen ..damit ich lange Ruhe habe" veranlaßt.

Wenn es die Yamaha-seitig zulässige Grenze ist, okay. Zu viel Spiel ist jedoch sehr vom Übel. Grund: Der Nocken hat an- wie ablaufseitig einen Vornocken. Dieser dient dazu, die Spiele im Trieb bei geringer Ventilbeschleunigung und damit kleiner Kraft - das ist alles relativ ! - zu überbrücken, bevor anlaufseitig "der Hammer kommt" bzw damit das Ventil beim Schließen sanft aufgesetzt wird. Stellt man nun das Ventilspiel höher ein als der Vornocken ist, so wird dieser wirkungslos: Der Nocken "hämmert" auf die Tasse bzw. das Ventil fällt ungebremst auf den Sitz. Das macht das Ventil nicht lange mit und gerät in zwei Teile. Genau diesen Ablauf erlebte ich mal nach einer halben Stunde mit ~80% Leistung auf der A5 in einem Automotor: Der Nocken hatte sehr hohen Verschleiß und es war kein Vornocken mehr da - bei hydraulischem Ventilspiel ist der nur 0,05 bzw 0,15mm hoch. Eine der Folgen zeigt das Bild des Pleuels dieses Zylinders.

Und noch etwas: Ich unterstelle mal, daß rainer gustav nach Montage der NoWes die Spiele nochmal nachmißt. Grund: Wenn auf dem shim steht 210, dann ist das das Nennmaß. Der kann also - plus/minus 0,002 Toleranz angenommen - von 2,098 bis 2,102 mm dick sein. Deshalb ändert sich das Spiel, das vorher z.B. 0,16 mm war beim Tausch eines 2,1mm gegen einen 2,0mm-shim nicht auf genau 0,26 mm, sondern auf 0,256 bis 0,264 mm, weil die Toleranz natürlich bei beiden shims möglich ist.

Bitte nicht böse sein, aber solche Betrachtungen waren in der Motorenkonstruktion täglich Brot. Wegen dieser Kenntnis und weil meine Finger es nicht so gut können wie der Kopf es weiß und weil man ohne Routine leicht Fehler begeht halte ich es mit "Tgessner-Di 2. Dez 2014, 09:19". Außerdem verlasse ich mich auch dabei gern auf die Arbeit meines in über 40 Jahren fehlerfreien Händlers.

Nebenbei: Früher verkaufte dieser kleine Händler auch BMW-Motorräder, an mich drei Stück. Nachdem BMW ihm den Vertrag wie allen kleinen Händlern vor gut 10 Jahren gekappt hatte stieg ich auf Yamaha - verkaufte das Haus ebenfalls seit 1966 - um, Rückumstieg nach 81.000km FZS1000 und 22.000 :xt12: ausgeschlossen!

Schöne Grüße, Yeti.
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Meine Moppeds: Zündapp DB200; BMWs: R69S - R100 - R100CS - R100GS > HPN-Sport - K1; Yammis: FZS1000; XT1200Z

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