quickshifter

Yeti
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Re: quickshifter

Beitrag von Yeti » Mo 6. Mai 2019, 21:56

Stefan_L hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 19:13
Der Quickshifter, der bei der Yamaha Niken als Standard vorhanden ist, funktionierte nicht bei niedrigen Drehzahlen, ich glaube erst ab 4500/min. Probiert hatte ich Teil- und Volllast, ging problemlos.
Im Tracer900-Handbuch steht "...arbeitet bei Geschwindigkeiten von mindestens 20 km/h und bei Motordrehzahlen von 2300 U/min oder höher". Also praktisch immer ab dem Anfahren, denn 20 km/h im ersten Gang bedeuten 2200 U/min - wäre da nicht der von mir schon zitierte Satz "Der QS ermöglicht ein elektronisch unterstütztes Hochschalten bei Vollgas...". Vollgas heißt bei mir Anschlag - auf der Landstraße ?
Tim hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 14:31
Aber auf der Landstraße nicht von Vorteil.
Ein befreundeter Kollege, der früher ordentlich Yamaha-Cup fuhr, der meinte auch "Auf der Straße braucht das kein Mensch". Folglich liegt der Quickshifter meiner Tracer im Keller. Mit Kupplung, Drehgriff und Schalthebel ist klar, was ich zu tun habe, und in den oberen Gängen flutscht das ohnehin nahtlos.

Grüße, Yeti.
Meine Moppeds: Zündapp DB200; BMWs: R69S - R100 - R100CS - R100GS > HPN-Sport - K1; Yammis: FZS1000; XT1200Z; Tracer900-GT

Tim
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Re: quickshifter

Beitrag von Tim » Mo 6. Mai 2019, 22:22

Yeti hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 14:24

Das liest sich, also ob der Quickshifter nur bei Höchstdrehzahl arbeitet. Ist das so ?
Bei jedem Nachrüstschaltautomaten der zeitlich arbeitet ist das in der Regel so.
Sie arbeiten bei hohen Drehzahlen optimal, weil sie dafür gemacht sind.
Aber selbst damit diese wirklich gut funktionieren, müssen diese auch "abgestimmt" werden.
Zb bei dem von healtech geht das Recht gut, weil er zusätzlich noch mal Drehzahl abhängig konfigurierbar ist.

Aber bei all den ganzen quickshiftern, die mit einer Zeitlich begrenzten Zündunterbrechnung arbeiten, gibt es ein "Problem"... Das gerade beim "gemütlichen" Schalten öfters Auftritt. (Gemütlich = langsames ziehen, oder niedriger Drehzahl Bereich bei ruhigem Anzug)
Ist die Zeit rum, wird wieder Feuer gegeben, egal ob der Gang komplett eingelegt ist,oder der Schaltvorgang erst teilweise abgeschlossen ist und die klauen noch nicht vollständig greifen.
(Dann gibt's später Metall beim Öl wechsel zu sehen...)

Beim tellert ist das (wenn einmal richtig eingestellt) nicht mehr möglich, weil er immer erst die Zündung wieder frei gibt, wenn der Gang zu 100% richtig eingelegt ist,
Egal ob voll- oder Teillasst....


Wer mit einer zu zimperlichen Gashand einen qs verwenden möchte, darf nicht vergessen, nach welchem Prinzip ein Schaltautomat physikalisch arbeitet.
Ein LastWECHSEL wird hervorgerufen...
Wenn man zu langsam schaltet, ist das Motorrad schon lange im Schubbetrieb... Der Schaltvorgang kann aber nur im Moment des Lastwechsels passieren.
Daher die "vollgas" Aussage der Hersteller.

Ich hab das zb sehr lange mit der Hand Manuel gemacht, aber mit qs ist es entspannter und sicherer fürs Getriebe

Yeti
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Re: quickshifter

Beitrag von Yeti » Di 7. Mai 2019, 10:02

Danke für die Aufklärung.
Tim hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 22:22
Ist die Zeit rum, wird wieder Feuer gegeben, egal ob der Gang komplett eingelegt ist, oder der Schaltvorgang erst teilweise abgeschlossen ist und die Klauen noch nicht vollständig greifen. (Dann gibt's später Metall beim Öl wechsel zu sehen...)
Und dieses "glitzernde" Öl schmiert auch den Motor :!:
Tim hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 22:22
Wenn man zu langsam schaltet, ist das Motorrad schon lange im Schubbetrieb... Der Schaltvorgang kann aber nur im Moment des Lastwechsels passieren.
Selbst bei meinen 2V-Boxern war es erforderlich, mit dem richtigen Zusammenspiel von Fuß und Händen schnell zu schalten, wenn es geräusch- und ruckfrei ablaufen soll. Doch das war erreichbar, auch bei 2V-GS und Fazer parallel.

An der Schaltbarkeit einerseits und dem sicheren "Sitz" der Klauen andererseits wurde sicher intensiv geabeitet. Doch wie Du schreibst kann Schalten nur ohne Last, also bei Auskuppeln der Verbindung, materialschonend vonstatten gehen.

Es zeigt wieder einmal die Kompetenz der Herren MOTORRAD-Tester, daß dort in Heft 14/2018 zur Tracer steht "..der Quickshifter funktioniert im Teillastbereich nicht gut: Damit der nächste Gang geschmeidig reinflutscht müssen die Drosselklappen weit offen stehen" - ein schönes Durcheinander.

Gruß, Yeti.
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