Triumph Tiger 800 XCA

Zur XT1200Z gibt es zwar keine Alternativen (zumindest keine besseren ;-)), aber...
Yeti
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Re: Triumph Tiger 800 XCA

Beitrag von Yeti » Di 24. Jul 2018, 15:57

DrWolle hat geschrieben:
Di 24. Jul 2018, 09:00
Andererseits ist gerade der geniale Triple das Sahnestückchen beim Tiger.
Dereinst bin mal eine BMW K75 gefahren und kürzlich die Tracer900. Der Dreizylinder ist m.E. ganz nah dran am Vierzylinder,
näher als am Zweizylinder. 3-, 6- oder 12-Zylinder, das ist nach meinem Geschmack.

Grüße, Yeti.
Meine Moppeds: Zündapp DB200; BMWs: R69S - R100 - R100CS - R100GS > HPN-Sport - K1; Yammis: FZS1000; XT1200Z

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DrWolle
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Re: Triumph Tiger 800 XCA

Beitrag von DrWolle » Mi 25. Jul 2018, 12:06

Sodele,
nun will ich ein bisschen was über den kleinen Tiger berichten. Vorweg, das ist ein richtiges Spaßmobil! Relativ klein und leicht im Vergleich zur :xt12:, was ja bei 40 kg weniger Gewicht nicht verwunderlich ist. Trotzdem ist es eine ausgewachsene Reisenduro, allerdings nicht ganz so souverän zu fahren wie die Ténéré. Aber eben auf eine andere Art genauso schön, was das entspannte gleiten und auch das "um die Ecken" wetzen betrifft. Die Bremsen sind nicht auf Augenhöhe, was das zupacken betrifft, aber trotzdem immer noch hervorragend. Ich denke, das liegt daran, das die :xt12: ein teilintegrales System hat. Das ABS regelt vorne wie hinten sehr fein, trotz der Bridgestones ist es auf trockener Strasse kaum möglich in den Regelbreich zu bremsen, was auch für die Brückensteine spricht :daumen:
Komfort ist aus meiner Sicht besser, jedenfalls was die Federung betrifft, die Sitzbank kann jedoch nicht mit der Ténéré-Bank mithalten. Platz ist ausreichend für Fahrer und Sozia vorhanden und die Zuladung von 230 kg ist schon mal beeindruckend. Okay, Sitzheizung und Griffheizung dachte ich brauch kein Mensch, aber wen es da ist wirds genutzt :mrgreen: Als ich die kleine Tiger abgeholt habe war es um die 8°und ich muss gestehen, ein angewärmter Hintern kann ganz nett sein :lol:
Offiziell gibt es bisher wenig Zubehör, aber ich habe festgestellt, das Lenkererhöhung, Topcaseträger und Kofferträger vom Vorgängermodell problemlos passen. Auch wenn die ABE (noch) nur fürs Vorgängermodell gilt denke ich, das wird eher nicht auffallen ;-)

Das LED-Licht macht wirklich hell, war zwar noch nicht in der Nacht unterwegs, aber im Tunnel und in dunklen Passagen durch den Wald konnte ich schon mal einen Eindruck erhaschen.
Der Tempomat funktioniert sehr gut, auch wenn ich da erst skeptisch war, gerade auf Strecken mit wenig Verkehr und einer Geschwindigkeitsbeschränkung ein tolles Feature.
Windschutz passt und die Scheibenverstellung ist pfiffig gemacht. Sogar während der Fahrt einfach zu verstellen. So gesehen bisher die beste Variante in Sachen Verstellung.
Spritverbrauch liegt so um die fünf Liter mit leichter Tendenz in Richtung 4,5 Liter, Landstrassen gleiten deutlich weniger, da zeigt die Verbrauchsanzeige bei 80 - 90 km/h um die drei Liter an.

Der Motor: einfach eine Wucht, ausreichend Druck übers ganze Drehzahlband (bis jetzt bei 7.000U/Min aufgehört) kann bummeln und heizen, der Sound ist schon super, dies leichte knurren was dann zum fauchen wird, dazu das schnorcheln aus dem Luftkasten... und, im Vergleich zur :xt12: die geringen Geräsuche aus dem Motor selber :mrgreen:
Ich denke, vorerst habe ich Alles richtig gemacht und genieße einfach den Tiger. Mal gucken, ob er meine Erwartugnen im September in den Dolomiten erfüllt :-)
Wenn ihr Fragen habt, immer her damit.
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Noch ganz jungfräulich mit fast 0 km
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Nach den ersten Kilometern
Gruß Wolle
Wer später bremst ist länger schnell;-)

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Re: Triumph Tiger 800 XCA

Beitrag von hawaiian » Mi 25. Jul 2018, 18:00

Hi Wolle,
auch von mir Glückwunsch zur Neuen. Bin gerade seit einer Woche in Aostatal mit nem Kumpel unterwegs. Und was fährt er: Baby-Tiger, allerdings die x. So können wir uns jeden Tag über die Unterschiede der XT und der 800 er austauschen. Habe ihn an Deinen Erfahrungen teilhaben lassen, die er voll und ganz bestätigen kann ( nach jetzt 30.000 km). Bis auf die Kettenpflege. Er nutzt Scotoiler.
Weiterhin gute Fahrt. Die nächsten 28.000 brauchst Du Die keine Sorgen machen. Die hält wie die XT.
Gruß Frank.
Gruß
hawaiian

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Re: Triumph Tiger 800 XCA

Beitrag von Odin » Mo 3. Sep 2018, 17:00

Moin Hawaiian,

Ich hatte damals in 2012 eine der ersten ausgelieferten Maschinen gefahren. Die Federung war sehr merkwürdig. Du hast jede Kippe auf der Straße bretthart gemerkt und beim Bremsen ist sie sehr weit eingetaucht. Beides nicht meins. Im Tigerforum hat sich herausgestellt, dass die Gabel sich in den ersten Baujahren erst ca.4000 km einfahren musste. Die Bremsen fand ich damals als zu schlecht dosierter. Beides wird sich in den 7 Jahren gebessert haben,da Triumph ja weiterentwickelt und auch die Macken der ersten Jahre sollen nach den forumsbeträgen passee sein.

Gruß aus Kroatien. Odin

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Re: Triumph Tiger 800 XCA

Beitrag von Sebi » Sa 8. Sep 2018, 12:08

Gestern war wieder FritzeFreitag,
Deine Tiger in bewegten Bildern.

https://m.youtube.com/watch?v=d-DxnFFW8_U

Viel Spaß bei Deiner September Tour

Grüße Basti
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Re: Triumph Tiger 800 XCA

Beitrag von DrWolle » Mi 12. Sep 2018, 18:54

Hehe, danke für den Hinweis, hab ich doch glatt verpasst den Fritze-Freitag :daumen:
Gruß Wolle
Wer später bremst ist länger schnell;-)

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Re: Triumph Tiger 800 XCA

Beitrag von awe » Di 16. Okt 2018, 20:15

DrWolle hat geschrieben:
Mi 20. Jun 2018, 09:24
Kettenöler werde ich mir vorerst nicht anbauen, ich bevorzuge den regelmäßigen Kontrollblick, der durch die Verwendung von Spray erforderlich ist, das hat sich bei der XChallenge bewährt.
Tatsächlich war die Kette einer meiner Hauptgründe für einen Wechsel von der TDM auf die :xt12: . Meine erste Maschine, die XJ600S, bin ich etwa 56 Mm ohne Kettenöler gefahren. Was hat mich das ständige Kontrollieren und Sprayen genervt. Dann auch noch regelmäßig Nachspannen, womöglich noch im Urlaub bei 38°C auf einer spanischen Tankstelle im Dreck liegen und an der schmierigen Kette rumfummeln. Und dann immer der Siff am Hinterrad (vom Spray bzw. den abgeschleuderten Resten). Nee, ich nie wieder. :daumen_ab:
Bei der neuen TDM900 hatte ich mir dann gleich als erstes den McCoi zugelegt, zusammengebaut und installiert. Und was soll ich sagen? Ein Traum!
Ich musste mich deutlich weniger um die Kette kümmern und hatte vor allem nicht immer mit dem Siff zu tun! Die Kette hielt auch viel länger! Ca. 50 Mm hatte ich eine(!) Kette drauf, dann kam ein neuer Satz, weil das Ritzel rund war… :oops: (klar, Kontrolle und Nachspannen war trotzdem noch regelmäßig nötig).
Die TDM ist ja inzwischen weg. Jetzt hab ich aber immer noch mehr als die Hälfte des 5-Liter-Kanisters vom guten Stihl-Bio-Kettensägenöl im Schuppen stehen. Also falls Du was benötigst, kommst Du mal eben die 10km vorbei... ;)

Der McCoi hatte übrigens den Vorteil, dass er das digitale Tachosignal abgegriffen hat und daher nicht konstant geölt hat sondern immer entsprechend der Fahrleistung gepumpt hat. Zusätzlich hatte ich vorne noch 'n Regensensor (optional) dran, aber der war nicht so ideal montiert, weil da immer mal wieder Insekten drauf klebten und er dann in den Regenmodus (höhere Taktung) gegangen ist.

Ich würde über die Anschaffung eines Kettenölers wirklich noch mal nachdenken - meine Empfehlung (falls es den überhaupt noch gibt) ist der McCoi. Das Komplettset war an einem Nachmittag montiert.

Gruß
Axel
Yamaha XJ 600 S ('95-'08; 56 Mm) - Yamaha TDM 900 A ('08-'17; 54 Mm) - Yamaha XT 1200 ZE (DP04, 2016)

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