Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

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Helmut
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von Helmut » Do 30. Jul 2015, 09:17

Varaderokalle hat geschrieben:Und die 2te 3x ;-)
:daumen: :daumen: :daumen: Es ist noch so früh. ;)
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Gruß Helmut

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Franki
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von Franki » Do 30. Jul 2015, 09:44

ich würd's sogar in zwei Schritten und unterschiedlichen Drehmomenten machen: einmal 8NM, einmal die 12. Mehr auf keinen Fall.

Viel Erfolg!

Beste Grüße
Frank

TenereTourer
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von TenereTourer » Fr 31. Jul 2015, 10:41

Guten Morgen zusammen,

ich habe im Moment meine :xt12: wegen Reifenwechsel auch beim :-) .

Nebenbei habe ich vorher im Urlaub bemerkt, das es schon mal (hin und wieder) nach verbranntem Öl riecht.

Nachdem ich mich unter das Motorrad gelegt habe, habe ich etwas Öl und auch Ölverkrustung an der Motorunterseite (rechts) bemerkt.

Heute Morgen habe ich meinen Werkstattmeister angesprochen; er hat eine neue Seitendeckeldichtung bestellt, schon alles sauber gemacht und wartet nur auf dieselbe zum Einbauen. Ob ein Austausch auf Garantie erfolgt, erfahre ich erst später, Garantieantrag wird noch eingereicht.

Er meinte, das meine nicht die Erste mit diesem Problem gewesen ist. :daumen_ab:

:daumen: ...natürlich dann, wenn es auf Garantie geht und die Dichtungen modiviziert wurden, damit dies in Zukunft ausgeschlossen bleibt.

Also, kein Einzelfall !!
Gruß
Günter

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sanse
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von sanse » Fr 31. Jul 2015, 10:48

Bei meiner war das damals auch.
Wurde dann auf Gewährleistung im Rahmen der 1. Inspektion mit erledigt. Es süffte zwar nur leicht, aber es war keinerlei Diskussion notwendig.
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von TenereTourer » Sa 1. Aug 2015, 09:45

sanse hat geschrieben:Bei meiner war das damals auch.
Wurde dann auf Gewährleistung im Rahmen der 1. Inspektion mit erledigt. Es süffte zwar nur leicht, aber es war keinerlei Diskussion notwendig.
Es ist bei mir auch nichts Dramatisches, es mußte kein Öl nachgefüllt werden, kein Verlust im Schauglas feststellbar.

Ich habe es bei den von mir in disem Jahr gefahrenen rund 12000 km 3-4 mal gehabt, das es nach verbranntem Öl roch (war nur 1 Tropfen), in der Garage unter dem Motorrad ist kein Ölfleck oder ähnliches zu sehen.

Trotzdem muß es abgeklärt und erledigt werden und ist ärgerlich.
Gruß
Günter

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gescheu24
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von gescheu24 » Sa 1. Aug 2015, 13:46

Nach 8000 km habe ich 0,2 l Öl nachgefüllt. Könnte mit der Undichtigkeit zusammenhängen. Beim 40.000er kommt eine neue Deckeldichtung rein.
Ich hoffe,es ist kein Haarriss wie hier schon beschrieben.
Grüsse
Gerhard
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arktus

Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von arktus » So 2. Aug 2015, 13:09

Hatte auch Nebel. Der Freundliche meinte ich soll mal sauber machen und schauen woher. Da sie grad die 40.000er hatte, könnte sich das ja erledigt haben.

Gruß

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Yeti
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von Yeti » So 2. Aug 2015, 21:48

Natürlich kann ich es nicht bestreiten, wenn berichtet wird, daß der Kupplungsdeckel einer XT undicht sei. Wenn nun aber einer schon meint es sei darauf zurückzuführen, daß er nach 8000km 0,2 Liter Öl nachfüllen mußte und sogar deswegen die Dichtung wechseln möchte – was der Händler ihm hoffentlich ausreden wird - dann wird es schon grotesk. Ich bin mir ganz sicher, daß dessen Motor knochentrocken ist und es sich nicht einmal lohnt drunter zu schauen. So mancher Fahrer eines 1200er Zweizylinders wird ihn ob dieses Microölverbrauchs beneiden. Dieser Motor ist auch an Kolben, Zylindern und Ventilführungen super !

Ich bin der Meinung, daß dieser Kupplungsdeckel und seine Befestigung sehr gut konstruiert sind und bezüglich Abdichtung beste Voraussetzungen bietet :
- Der Deckel hat über der Dichtung einen etwa 15mm hohen umlaufenden Rand, der die Schraubenkraft zwischen den eng stehenden Schrauben verteilt.
- Die Schrauben sind als Bundschrauben ausgeführt, haben also einen steifen Kopf, der die Auflagekraft gleichmäßig aufbringt. Die Pressung dort beträgt bei Anzug mit Nennwerten 120 N/mm², was auch Druckguß dauerhaft erträgt. Als Letztes haben die Schrauben eine Dehnlänge von gut 3 mal dem Ø, auch super.

@Helmut: „Schrauben müssen ferner in einer bestimmten Reihenfolge angezogen werden“ – das was man da sieht heißt ja praktisch „eine oben, eine unten und dann zweimal rum“. Man kann das auch noch deckelfreundlicher machen, s.u.

@Franki: „in zwei Schritten und unterschiedlichen Drehmomenten machen: einmal 8NM, einmal die 12“ – wenn Du es schon so pfoin machen willst, dann empfehle ich einmal nach Schema 6 Nm, einmal n.S. 12 Nm, danach mindestens 15 Minuten warten und nochmal n.S. mit 12 Nm. Ich würde erwarten, daß die Schrauben sich bei diesem dritten Anzug alle „freiwillig“ drehen, so daß man sie nicht erst eine viertel Umdrehung öffnen muß. Das Soll-Drehmoment soll aus der Bewegung erreicht werden.
Ich habe in meinem Konstrukteursleben die ganze Palette der Zylinderkopfdichtungen erlebt von 1,65mm-Metall-Asbest-Dichtungen (bei Anlieferung 2,0mm) bis hin zu den heutigen 1,2mm starken reinen Metalllagen-Dichtungen. Bei den sogenannten nachzugsarmen Metall-Aramid-Dichtungen hat man das mit der Wartezeit gemacht, daher der Vorschlag.

@Valvestino: „ich würde die fraglichen Schrauben mal rausdrehen, etwas Schraubensicherung (z.B. Loctite blau) dran machen und sie mit einem Drehmomentschlüssel wieder fest ziehen“ – weißt Du, mit den blauen Wundermittelchen ist das öfter so eine Sache: Sie beseitigen die Ursachen nicht und manchmal nichtmal die Symptome ! Zu Risiken und Nebenwirkungen…………… – „Dann sollte endlich Ruhe sein mit Losvibrieren“ – wer sagte denn, daß die Schrauben losvibrieren ? Die Folge davon wäre, daß man sie verliert. Hat schon einer welche verloren ? Nichts davon gehört.

@Tenere-Tourer: „wenn es auf Garantie geht und die Dichtungen modifiziert wurden“ – da wird es außer einer haftenden Beschichtung, wenn sie die nicht schon hat, nicht viel zu modifizieren geben.

Mein Vorschlag ist, falls eine Dichtung gewechselt wird, ein Haarlineal über die Dichtfläche mit den Schraubenaugen des Deckels zu legen. Da wird wohl „die Sonne etwas durchscheinen“, denn die Dichtfläche steht meistens nach einiger Betriebszeit hinter den Schraubenaugen zurück. Also auf eine Glas- oder ebene Stahlplatte plus Polierleinen legen und glätten. Ich habe schon so manchen Vergaserflansch und Ölpumpendeckel abgezogen.

Es wird wohl nur wenige Schraubverbindungen auf Aluminium geben, die nicht irgendwann Setzerscheinungen aufweisen. Man kann sie deshalb nachziehen, sollte es aber nicht ohne Not tun, denn man leitet nur den nächsten Setzvorgang ein.

Schönen Tag, Yeti.
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von gescheu24 » So 2. Aug 2015, 22:29

Hallo yeti
mein Motor ist eben nicht knochentrocken, sondern auf der rechten Unterseite verölt, obwohl ich ihn im Winter komplett gereinigt habe. Siehe meinen Beitrag auf Seite 1!
Und von 20 000 bis 30000 km musste kein Öl nachgefüllt werden.
Dass 0,2 li auf 8000 km nicht der Rede wert sind, ist mir durchaus bewusst, schließlich bin ich vorher eine R1150 gefahren.
Wenn die Dichtung durch ist, wird sie eben getauscht. Das muss mir der Händler auch nicht ausreden, weil ich es selber machen werde.
Gruß
Gerhard
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Re: Wiederholt undichter Kupplungsdeckel

Beitrag von Franki » Mo 3. Aug 2015, 10:13

Hallo Yeti,

vielen Dank für Deine detaillierte Rückmeldung! Ja, ich bin mit Japanern aufgewachsen, daher mit Motordeckeln immer ein bisschen vorsichtig. Erfahrung mit dem Ölfilterdeckel bei den Yamaha-Einzylindern habe ich auch. Daher meine Vorgehensweise. Bei letzterem würde ich aber sogar mit dem niedriegsten Wert des Drehmos, also 5NM beginnen. Vor dem großen Deckel der :xt12: hätte ich auch Respekt, jedoch keine Veranlassung, ihn zu öffnen. Ist ja auch alles sehr solide gebaut - Yamaha: Top! Da kann man den Hut vor ziehen :daumen:

Beste Grüße
Franki

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