Hintere Felge gebrochen

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rubbergum
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von rubbergum » Fr 14. Sep 2018, 08:04

update 14.09.2018:

DP01: 2010-2013
DP04: 2014-2016
DP07: 2017-

Nr.) Mitglied / Modell / BJ (EZ) / Bruch bei km / Bemerkung
1.) Umsteiger .....
2.) Äufa .....
3.) Spartacus / DP01 / 2010 / 52.000 km /
4.) BigBiker13 / DP01 / 2010 / / Lösung: Behr- Felge mit Einzelgutachten
5.) Rubbergum / DP01 / 2011 / 45.000 km / Lösung: OEM-Felgenring und Speichen neu
6.) Fun-biker / / 2012 / 34.000 km /
7.) XT1200Z / / / 99.000 km
8.) Wim / DP01 / BJ 2011 / 46.700 km / Lösung: Behr- Felge mit Einzelgutachten
9.) Tornanti .....
10.) Friesentiger .....
11.) tdmf40 / DP01 / 2011 / 36.600 km /
12.) latz123 / DP01 / 2010 / 43.000 km /
13.) Ecki .....
14.) Olaf / DP01 / 2011 / 71.000 km /
15.) QTR / DP01 / / 90.000 km /
16.) Perry1200 .....
17.) FatmaN .....
18.) doppelklick / DP01 / 2012 / 111.800 km /
19.) unswitchable / DP01 / EZ 2012 / 61.000 km
20.) meine dicke / DP04 / 2015 / 62.000 km /

Rainer hat aktuell leider die 20 voll gemacht. :daumen_ab:

LG, Rubbergum
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rursee
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von rursee » Fr 14. Sep 2018, 10:28

meine dicke hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 16:19
Christoph hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 16:14
Hallo Rainer,

das ist in der Tat zum Kotzen und tut mir sehr leid für Dich!

Das Gutachten hat der @doppelklick hier gepostet, erstellt hatte es der @Werner_ED. An die beiden müsstest Du Dich wohl zwecks Weiterverwendung wenden.

Viel Glück und möglichst schnelle Schadensbehebung.

Viele Grüße
Christoph
Öhhhhhhhhhhm,


vor lauter Wut alles durcheinander geworfen.

Darf ich daher die Frage nochmals an @Werner_ED und @doppelklick richtigerweise richten?


Grüssle ausm Badischen
Rainer alias meine dicke
Hallo Rainer,

deine Wut verstehe ich gut, nur die Frage wäre, was Du dir vom KBA erwartest. :denker:

Nach den Gutachten, soweit ich das verstanden habe, liegt eben genau kein Materialfehler oder Konstruktionsmangel vor.

Die unterschiedlichen Anzugsmomente in der Praxis kann wohl auch das KBA nicht abstellen. Leider sind die Fehler ja nicht wirklich reproduzierbar da einfach zu viele Faktoren mitspielen, angefangen von Luftdrücken über Nutzung der :xt12: sowie Beladungszuständen und Fahrwerkseinstellungen usw.

Mit mitfühlenden Grüßen aus der Eifel

rursee
Ich würde ja gerne mitkommen, aber ich habe keine Lust!

RD 250; XJ 650; 2xAfrica Twin RD07; R1200GS; XT1200Z; XT1200ZE

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Tequila
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von Tequila » Fr 14. Sep 2018, 10:38

Andererseits sind es alleine hier 20 dokumentierte Fälle von Zerstörung der sicherheitsrelevanten Komponente „Hinterrad“ :denker:
Wer oder was der Verursacher / die Ursache ist, wäre ja dann zu prüfen aber wenn eine Felge sich bei 200 km/h auf der Autobahn zerlegt, dann ist es zu spät. Hatte da nicht schonmal Einer mit dem KBA gesprochen ?
Viele Grüße
Heinz

* hoffentlich werd` ich nie erwachsen *

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Tequila
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von Tequila » Fr 14. Sep 2018, 11:04

Tequila hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 10:38
Hatte da nicht schonmal Einer mit dem KBA gesprochen ?
Hab`s gefunden:
Reinhard hat geschrieben:
Do 17. Nov 2016, 19:14
Hallo,

es hat eine Weile gedauert, aber heute kam eine Mail vom Kraftfahrt Bundesamt.
Voller Spannung habe ich den Anhang geöffnet.
Der Inhalt liest sich dann recht ernüchternd.

Dort liest man:

...vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen und die Bereitstellung weiterer Unterlagen zu dem oben genannten Sachverhalt. Zwischenzeitlich habe ich mit der Yamaha Motor Deutschland GmbH Rücksprache gehalten und Einsicht in die Bedienungs- und Wartungsanleitungen zu dem Fahrzeugtyp genommen.

Anhand der vorliegenden Unterlagen und Informationen erfolgt durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Bewertung des Mangels, insbesondere, ob ein Produkt den Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) genügt. Hierbei ist entscheidend, ob ein Mangel plötzlich und unvorhersehbar eintreten und unmittelbar zu einer unabwendbaren ernsthaften Gefährdung von Verwendern oder Dritten führen kann.

Der Sachverhalt stellt sich nunmehr folgendermaßen dar:

- Speichenräder sind besonders pflegeintensiv, eine regelmäßige Kontrolle der Speichenspannung und des Zustandes von Felge, Speichen und Radnabe sind unabdingbar. - Anzugsmomente für die Speichen sind vom Hersteller festgelegt worden. - Vom Hersteller wurde eine Bedienungsanleitung zum Fahrzeug vorgelegt, dort wird auf die an den Rädern durchzuführenden Kontrollen und Wartungsarbeiten ausführlich hingewiesen. - Bei Beachtung dieser Hinweise ist davon auszugehen, dass Mängel wie z. B. eine lockere Speiche rechtzeitig erkannt werden können.

Auf Grund der vorliegenden Informationen scheint eine plötzliche und unvorhersehbare Gefahr für Leib und Leben von Verkehrsteilnehmern nicht zu bestehen. Daher ergeben sich momentan keine Anhaltspunkte, die ein Eingreifen des KBA nach den Vorschriften des ProdSG rechtfertigen würden.

Ich danke Ihnen für Ihre Information und schließe den Vorgang nunmehr ab.

Mit freundlichen Grüßen



Irgendwie war das zu erwarten. Alles ist gemäß KBA gut :sonne: . Also regelmäßig nach jeder Runde auf die Knie, Speichen abhorchen und zählen :lol: . Ich warte jetzt nur noch darauf, dass wir XT Fahrer einmal in einem der immer wieder herrlichen Holger Aue Comics bei der Speichenkontrolle auf die Schippe genommen werden. ...in diesem Sinne :kurze:
Viele Grüße
Heinz

* hoffentlich werd` ich nie erwachsen *

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Reinhard
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von Reinhard » Fr 14. Sep 2018, 11:25

Hallo Heinz und alle anderen,

ja, das war damals recht ernüchternd und ich frage mich heute noch, wie sowas wohl in USA gehandhabt würde. Bei meinem Schrieb ans KBA ging es in erster Linie ja um die Speichen. Die Antwort vom KBA betrachtete dann das ganze Rad. Ich sehe das aber weiter als nicht unnütz an, den Sachverhalt mit den gebrochenen Felgen erneut beim KBA vorzutragen. Vielleicht kriegt ja doch irgendwann einer dort kalte Füße und handelt, bevor was passiert.

Ergänzend noch wichtig aus meiner Sicht ist, wenn mehrere aus der Liste der gerissenen Felgen sich beim KBA melden, die bei hoher km Leistung eine lückenlose Speichenkontrolle vorlegen können.
Schöne Grüße
Reinhard

Vespa 150T4, Honda CB 250 G, Honda CM 450, Suzuki GSX1100G, Suzuki GSX1100F, Yamaha FJR 1300 A RP11, Yamaha XT 1200 Z DP04

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Reinhard
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von Reinhard » Fr 14. Sep 2018, 14:43

meine dicke hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 16:01

PS: Auch das sorgfältigste Kontrollieren mit einem, fest auf 6 Nm eingestellten, Drehmomentschlüssel hat nichts geholfen.
Hallo Rainer,

das reine Nachziehen der Speichen auf 6 Nm ist meiner Auffassung nach eine Ursache für überbeanspruchte Speichen. Ich hatte es ja bereits ausgiebig geschrieben, wie ich die Speichen kontrolliere und korrigiere. Ich habe beim letzten Check am Hinterrad an einer nicht nachgestellten Speiche festgestellt, dass auch bei 7 Nm der Schlüssel nicht auslöst. Also habe ich alle Nippel gelöst.


Beim Spannen benutze ich zu Hause zwei Drehmomentschlüssel. Einen fest auf 6 Nm eingestellten, den ich auch immer unterwegs dabei habe.

Siehe Bild


Mit diesem Schlüssel ziehe ich die Speichen mit viel Gefühl mit der 1/8 Umdrehungsmethode vor. Dabei erreichen die Speichen keine 5 Nm (der Schlüssel löst nicht aus). Dann nehme ich den einstellbaren Schlüssel und mache mit 5 Nm weiter, dann auf 6 Nm mit dem einstellbaren.
Letzte Gegenprüfung dann nochmal mit dem fest auf 6 Nm eingestellten Schlüssel.


Meine These, dass die überbeanspruchten Speichen und Felgen von falschem Spannen herrühren, passt ja im Prinzip auch zu Werners Gutachten.

Eine sorgfältigere Methode beim Werkstattcheck alle 5.000 km würde auch deutlich höhere Kosten bedeuten. Daher ziehen die in den Werkstätten nur stur die losen Speichen nach. Wenn das Rad dann noch rund ist, reicht das wohl.

Alle, die einen einstellbaren Drehmomentschlüssel haben, können ja mal an ihren Hinterrädern checken, wie viele Speichen bei 7 Nm noch nicht auslösen...
Dateianhänge
Bordwerkzeug.JPG
Drehmomentschlüssel für unterwegs
Schöne Grüße
Reinhard

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meine dicke
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von meine dicke » Fr 14. Sep 2018, 16:01

Danke Reinhard,

ich selbst nutze auch ein Drehmomentset von Topeak mit 3 verschiedenen, fest eingestellten Drehmomentaufsätzen.
Jeweils einem für 4Nm, 5Nm und 6 Nm.
Dabei habe auch ich nie über 6Nm angezogen ohne jedoch zu prüfen, ob die Speichen vielleicht doch schon mit 7,8,9 oder gar noch mehr Nm angknallt wurden, was ja beim Freundlichen durchaus passieren könnte, obwohl auch er mir versicherte, dass er mit seinem kalibrierten Schlüssel auch nur maximal mit 6Nm angezogen hat.

Erst mal abwarten, was Frau Yamaha bei mir zu diesem Problem sagt.


Grüssle ausm Badischen
Rainer alias meine dicke
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AHT 2013,16
VIM 2014,15,16,17,18,19 (geplant)
Mopeds ab 2010: CBF600 (10.000km) Varadero (100.000km) ST (seit 11/16 >= 33.000km)

Emil512
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von Emil512 » Sa 15. Sep 2018, 12:57

Reinhard, eine Frage :
Wie bist Du denn vorgegangen bzgl. "Also habe ich alle Nippel gelöst"?
Hast Du einen nach dem anderen gelöst u. entsprechend wie beschrieben wieder angezogen? Oder gar erstmal alle gelöst und dann wieder angezogen (über kreuz oder ähnlich?)?
Deine Darstellung gefällt mir nämlich sehr gut, ich würde meine Speichen auch gern einmal "auf Null setzen" u. dann wieder anziehen, daher meine Frage.
Vielen Dank, und ein schönes Wochenende.

Emil

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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von rubbergum » Sa 15. Sep 2018, 14:25

Emil512 hat geschrieben:
Sa 15. Sep 2018, 12:57
Wie bist Du denn vorgegangen bzgl. "Also habe ich alle Nippel gelöst"?
Hast Du einen nach dem anderen gelöst u. entsprechend wie beschrieben wieder angezogen? Oder gar erstmal alle gelöst und dann wieder angezogen (über kreuz oder ähnlich?)?
Wenn du dir schon die Arbeit antust und dir auch das anschließende Zentrieren zutraust, dann mach es gleich ordentlich.
Wie steht hier: http://www.lolo.at/speichenrad/howto.html

Viel Spaß, LG, Rubbergum
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Re: Hintere Felge gebrochen

Beitrag von Emil512 » Sa 15. Sep 2018, 14:54

Hallo Rubbergum,

na genau deswegen habe ich ja die Frage gestellt!
Eigentlich dürfte es auch ausreichen, eine Speiche zu lösen, Anzugsmoment wieder auf genau 6 Nm zu bringen, und dann mit der nächsten fortzufahren. Dadurch sollte weder Höhen- noch Seitenschlag generiert werden, was natürlich nach Abschluß der Arbeit überprüft werden sollte......
Trotzdem Dank für die Antwort.

Emil

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