XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

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Südländer
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Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von Südländer » Mi 5. Mär 2014, 01:25

Nach langer Zeit muss ich mich mal wieder zu Wort melden :winken:
Ich hatte vor der :xt12: (die vergangenes Wochenende nach 4,5 Monaten zugedecktem Überwintern im Freien unter einem Carport binnen 0,5 Sekunden angesprungen ist) eine K1200GT.
Während 25.000km hat sie nie das geringste Problem gehabt - bis auf das krachende Getriebe ...
Und ich fahre seit 20 Jahren ausschließlich VW´s
1x Golf >> 150.000km
1x Passat >> 250.000km
2x Passat >> je 120.000km
1x Seat Alhambra >> 120.000km
aktuell Sharan >> 100.000km
niemals ein ernsthaftes Problem !!

Vielleicht bin ich ein Glückspilz :-)
Ich habe aber eher die Vermutung, dass sehr viele Eigner dieser Marken (BMW und VW) einfach höhere Ansprüche an ihre Vehikel stellen, als das die Fahrer von irgendwelchen schnöden Reisfressern :lol: tun und jeden Pups als Mangel empfinden.
Bei Umfragen wird dann auf dem eigenen Fahrzeug - obwohl man es "liebt" herumgehackt, weil man bei dem, was man liebt, einfach strengere Maßstäbe anlegt.
Unter Euch Teneristi werden ja sicher auch viele VW-Fahrer sein. Wenn jetzt viele schreien, dass sie so viele Probleme haben (wie es die Pannenstatistik widerspiegelt) kann ich nur sagen - ich kenn nix dergleichen.
Aber vielleicht bin ich eben wirklich ein Glückspilz :bier:
Wünsch Euch was
Tilman

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stev
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Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von stev » Mi 5. Mär 2014, 08:19

Ich glaube du bist einfach ein sehr materialschonender Fahrer. Ich hoffe ich ebenso :)

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stev
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Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von stev » Mi 5. Mär 2014, 09:09

Nochmal zu dem Vergleichstest:
Meiner Meinung nach ist die BMW (1200GS) das höher entwickeltere, näher am technisch machbaren konstruierte Motorrad. Es wurde mehr Gewicht eingespart, eine höhere Leistungsausbeute erziehlt, mehr elektronische Spielereien etc.
Genau da liegt aber bei mir das Problem weil es dadurch fehleranfälliger wird. Ein Adventurebike muss für mich in erster Linie zuverlässig sein. Es soll einem durch Dick und Dünn begleiten. Ob die jetzt 20PS mehr hat ist mir eigentlich egal. Klar wäre das schön noch mehr Leistung zu haben und leichter zu sein aber ich opfere das nie und nimmer für Zuverlässigkeit.

Die 1200GS ist für mich weniger ein Adventurebike....es ist mehr ein toller Allrounder. Die Super Tenere ist für mich ein extremeres Adventurebike. Es macht mehr mit, es ist einfach gehalten und wird denke ich wenn du beide Machinen los schickst weiter kommen als eine 1200GS.
Genau so müßte man eigentlich testen ob ein Adventurebike gut ist. Solange fahren, durch Dick und Dünn. Der am weitesten kommt ist das bessere Adventurebike. Ich meine jetzt bis ein Defekt auftritt den du nicht mehr reparieren kannst, nicht bis der Tank leer ist. :)
Die Frage stellt sich dann aber allerdings auch wozu wir ein richtiges Adventurebike brauchen. Die wenigsten von uns werden wohl (inklusive mir selber) so ins Extreme gehn....zu wissen aber das wir es könnten gibt mir ein gutes Gefühl auf der :xt12: :D

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Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von Erik XTZ » Mi 5. Mär 2014, 14:18

Christoph hat geschrieben:Hallo Erik,

hier nochmal eine längere Zusammenfassung des Reports auf Englisch:
http://rideapart.com/2014/02/most-reliable-motorcycles/

- holprige Google-Translate-Übersetzung...

Schöne Grüße
Christoph
Danke Christoph,

Die :xt12: fühlt mich gut. Ich hatte eine BMW mit viele Probleme und wenige service. Jetzt hab ich eine :xt12: mit keine Probleme und die service ist super! Für mich stimmt die Test.

Gruss,

Erik.

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Valvestino
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Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von Valvestino » Mi 5. Mär 2014, 14:42

Christoph hat geschrieben:... hier nochmal eine längere Zusammenfassung des Reports auf Englisch:
http://rideapart.com/2014/02/most-reliable-motorcycles/

- holprige Google-Translate-Übersetzung... ...
Also, aufgrund der Zahlen der im Artikel besprochenen Umfrage machen BMW und Harley doch alles richtig! Immerhin würden 3/4 der Besitzer - unter Berücksichtigung aller Umstände, also auch der vielen Reparaturen - die Marke wieder kaufen. :? :o Bei Yamaha sind es nicht ganz 2/3. :denker:

Das deckt sich so in etwa mit dem, was mein :-) mir erzählt: Wenn ein eingefleischter Japan-Käufer einen Defekt bei seinem Lieblingsstück hat, wird gleich Zeter und Mordio geschrien und mit dem Anwalt gedroht, während die Ex-BMW-Kunden sich darüber freuen, dass die so selten in die Werkstatt müssen und nicht schon wieder ein neues Getriebe fällig wird.

Grüße
Markus
XS650SE (3L1), XJ550 (4V8), TDM850 (3VD), TDM850 (4TX), FJR1300 (RP08), FJR1300 (RP11), FJR1300 (RP13), XT1200Z (DP01), XT1200ZE (DP04)

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Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von FatmaN » So 16. Mär 2014, 11:11

Ich bin die GS Adventure gestern bei der Saisonstart Veranstaltung vom BMW gefahren.

Ich kann durchaus verstehen warum diese im Test gut abschneidet.

Der Motor und der Antriebstrang sind verglichen mit der Luftgekühlten GS definitiv ein deutlicher Fortschritt.
Der erste Gang macht kein lautes Klonk mehr beim einlegen (war auch sanfter als beim meiner First Edition), das Spiel im Kardan und die Lastwechselreaktionen sind deutlich weniger geworden, um nicht zu sagen weg :D und die Kupplung lässt sich butterweich ziehen. Da war nachher bei meiner wieder etwas umgewöhnung angesagt.

Der Motor läuft sehr weich und im Landstraßentempo weitestgehend vibrationsfrei und er fühlt sich z.T. spritziger an als der Motor der Super Tenere.

Das Fahrverhalten war gut. Sehr ähnlich dem der Dicken. Unterschiede werden z.t. auch an den Reifen gelegen haben. Gefühlt kippte die Adv etwas weiter in die Kurve als geplant ;)

Die Sitzposition war gut. Mit der Bank auf der unteren Position kann man das Gerät auch recht einfach erklimmen und hat noch guten Bodenkontakt zum rangieren :lol: Der Windschutz war ebenfalls gut, auch wenn die Scheibe in der höchsten Position auf der Bahn etwas gewackelt hat. Der Verstellmechanismus ist ganz nett gelöst. Allerdings ist das nichts was ich ständig benötige, wenn einmal eine gute Position gefunden ist. Sowohl mit der Sitzposition, als auch mit dem Windschutz bin ich aber auch bei der Super Tenere völlig zufrieden.

Der Vorführer war natürlich mit allen zusätzlichen Spielereien (bis auf das Navi) ausgestattet. Noch am nützlichsten finde ich den Tempomaten. Den hätte ich mir bei manchen langen Tagesetappen auf der Landstraße schon das ein oder andere mal gewünscht. Aber den gibt es ja nun auch bei unserem 2014er Modell.

Die Fahrmodi habe ich nicht weiter ausprobiert (nur "Street"), dafür war die Testrunde zu kurz.

Das ESA kann ich mir durchaus praktisch vorstellen. Allerdings habe ich auch kein Problem damit, bei den wenigen Situationen im Jahr wo man dann wirklich was ändern muss, das Handrad zu benutzen.

Alles in allem würde ich sagen, die Adventure ist BMW definitiv gut gelungen. Und das wird in diesem Vergleichstest ja schlussendlich auch bewertet.

---

Aber: Es gehören ja auch immer noch mehr Gründe dazu warum man sich für ein Motorrad entscheidet....


Das ganze drum herum bei dem Händler gestern war schon wieder zum abgewöhnen. Gefühlt wird die Nase sehr hoch getragen. (Das Gefühl habe ich z.T. bei dem hiesigen Yamaha Händler allerdings auch. Aber das ist ein anderes Thema).

Ich weiß das Probefahrten für die Händler immer auch Kosten verursachen und diese dann vllt. auch nicht ganz so glücklich damit sind, wenn es dann heißt das sie solche Aktionen durchführen sollen.

Ich fand es allerdings trotzdem Schade, das gerade DIE interessantesten Neuvorstellungen dieses Jahr, mit denen auch überall für die Saisonstartveranstaltung geworben wurde, nicht zum ausprobieren zur Verfügung standen: die R NineT und die S 1000 R. Auch von den Rollern gab es leider nichts. Dafür 7 Varianten des 800er Reihenmotors... Begründung bei der 1000r, die angemeldet im Laden stand: "Die würde sonst nur zu viel Aufmerksamkeit von den anderen Maschinen ablenken". Ahja.

Auch die Organisation ließ zu wünschen übrig. Die Uhrzeiten für die geführten Probefahrten wurden mehrmal ohne Ansage korrigiert. Und man wurde völlig entgeistert angeguckt, wenn man dann mal zur ursprünglichen Zeit nachfragte wie es denn nu aussehe. Es wäre halt noch nicht so viel los und man würde noch auf besseres Wetter warten. Nachdem wir dann 1,5 Stunden im trockenen gewartet haben, bis es endlich mal los ging, fing es auch pünktlich wieder an zu tropfen...

Das sind zwar alles nur Kleinigkeiten, aber ein freundlicher Umgang mit dem Kunden sieht halt anders aus.
Das hatte sich auch im vergangenen Jahr gezeigt, wo sowohl ein guter Kumpel, als auch mein Vater durchaus ernsthaftes Interesse an einer 800er BMW, bzw. 12er GS hatten und der Laden es geschafft hat beide zu vergraulen :D

Ebenfalls zum abgewöhnen sind die Geschichten der BMW Fahrer die da rumliefen. Von Kardanproblemen über Elektronikmurks bis zu exorbitantem Ölverbrauch. Alles dabei... Oder auch Probleme mit dem ABS. Wo dann allein für das Auslesen des Steuergerätes schon mal 100€ in Rechnung gestellt wurden.

Wir haben da gestern natürlich nicht mit allen gesprochen. Aber so ungefähr alle mit denen wir gesprochen haben, hatten Probleme :lol: ;)
Aber ich räume ein, das mag es bei anderen Herstellern auch geben ;)

Und zu guter letzt fand ich das Publikum komisch. :twisted: Aber das ist natürlich ansichtssache. Beim Fahren in der Gruppe konnte man z.T. gar nicht hingucken. Da wurde gefüßelt, abgewürgt, mit viel zu wenig Abstand gefahren, rechts und links überholt, alles an Bitumen, Kanaldeckeln und Fahrbahnmarkierungen mitgenommen was man finden konnte und von Linienwahl und Blickführung reden wir mal gar nicht erst :D

-------

Alles in allem bin ich also durchaus angetan von der Adv :daumen:
Aber der heftige Preis, die Geschichten die man von den alten Modellen hört und die Tatsache das man mit dem ganzen Verein dann noch mehr zu tun hätte schrecken dann doch definitiv ab :D

thomas08

Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von thomas08 » So 16. Mär 2014, 13:16

Hallo,

ich bin nun die neue GS LC (die normale, keine ADV) letzte Woche probe gefahren und muss sagen, das ist schon ein gutes Motorrad.
Die ist handlicher als meine XT, als ich mit der XT wieder weg gefahren bin, dachte ich zuerst die ist aber störrisch. Der Boxermotor gefällt mir
auch ziemlich gut, vor allem ist der auch sehr dynamisch zu fahren, das was mir bei der XT manchmal ein wenig fehlt, dass die unten rum doch
ein klein wenig träge ist.
Die ganzen Spielereien sind nett aber nicht wirklich notwendig, auch das ESA, ich finde das Fahrwerk der XT genauso gut, aber dazu bin ich vielleicht aber
nicht feinfühlig genug. Was ich bei der aktuellen GS gut finde ist, dass das Gefühl für das Vorderrad wie mit einer normalem Gabel ist, ich bin
mal die alte GS vor ca 2 Jahren gefahren, da war es anders, da hatte ich ständig das Gefühl das Vorderrad hat keinen Bodenkontakt, mit der LC ist das anders, vielleicht kommt das von dem Dynamic ESA,
keine Ahnung.
Die GS ist aber eigentlich eine normale Strassenmaschine und keine Enduro mehr, nur noch von der Sitzposition her, da ist die XT schon deutlich näher an der Enduro dran.
Da ich habe zu 100% nur Strasse fahre und auch nicht mal ab und zu einen Feldweg, bin ich schon stark am Überlegen, ob die GS mir eher liegen würde.

EInzig was mich neben dem Preis stört ist das schon in Beiträgen zuvor beschriebene drumrum, das fängt bei dem BMW Händler an, geht über die Kunden, die man dort antrifft, bis zu dem Internet Forum.
Naja, vielleicht bin ich da auch ein wenig voreingenommen. Kennt denn vielleicht jemand zufällig einen guten BMW Händler im Raum Stuttgart ?

Gruss
Thomas

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Stellwerker
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Re: XT1200ZE im Vergleichstest MOTORRAD 06/14

Beitrag von Stellwerker » So 16. Mär 2014, 17:40

Gibt es die Moppeds von denen nicht immer in einer Ecke des Marken-Autohauses?! Bei uns hier ist das so - und für mich schon mal absolutes Ausschlußkriterium.

Die einzige, aktuelle, enduroähnliche Allroundmaschine, bei der ich ernsthaft an Fremdgehen denken würde, kommt aus Mandello und trägt den Adler auf dem Spritfaß und einen echten Vau quer darunter.
"Political Correctness ist eine neue und möglicherweise die gefährlichste Form des Totalitarismus." Frederick Forsyth
Ex DP01

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